Flächengrabungen








Rosdorf 87














Seulingen 36








Die im Sommer 2013 untersuchte Fläche in Rosdorf, Tiefenbrunn lieferte zahlreiche sehr gut erhaltene Siedlungsbefunde der Linienbandkeramik und einige der späten vorrömischen Eisen- bis zur frühen römischen Kaiserzeit. Aus bandkeramischen Zusammenhang konnten weite Bereiche von elf vielleicht zwölf Hausgrundrissen mit ihren begleitenden Grubenkomplexen teilerfasst werden. Einige Silogruben zeigten Spuren einer Auskleidung mit Flechtwerk. Eine Siedlungsbestattung war zwar eher schlecht erhalten, trotzdem konnte ein Kind (Infans I) bestimmt werden. Das Siedlungsareal war zeitweise von einer Pallisade umgeben. Diese zeichnete sich aufgrund der guten Befunderhaltung als Gräbchen mit tiefer eingegrabenen Pfosten im Abstand von 3 bis 3,50 m ab. Ein Eingang konnte nicht erfasst werden, da es sich nur um einen Teilbereich einer Siedlung handelte. Im Südosten der Grabungsfläche konnte zudem ein Grabenwerk dokumentiert werden.






Die Ausgrabung 2012 auf der Fundstelle Seulingen 36 lieferte die nordwestliche Grenze einer bereits in den 90er Jahren gefassten frühmittelalterlichen Hofstelle. Entdeckt werden konnten neben einem kleineren Pfostenbau (wohl ein Speichergebäude) einige Gruben und ein Grubenhaus. Die Keramikfunde zeigen neben einer vagen Siedlungstätigkeit in der Älteren Römischen Kaiserzeit eine intensive Nutzung des Geländes im 9. und 10. Jahrhundert.